Sommerzeit ist Fotozeit

Leseempfehlung: Der Fotokurs von Tania Konnerth

Endlich bessere Pferdefotos zu knipsen ist auch einer meiner W├╝nsche. Da ich mich nun nicht gerade besonders und in erster Linie f├╝r technische Details der Fotografie an und f├╝r sich interessiere, sondern mehr f├╝r Bildgestaltung, Lichtstimmungen oder besondere Blickwinkel, kam der Fotokurs von Tania Konnerth von Wege zum Pferd da gerade recht. Dieser umfangreiche Online-Kurs bietet auf ca 150 Seiten einen genialen ├ťberblick ├╝ber die verschiedenen Themengebiete der Pferdefotografie, der sich ausdr├╝cklich an Laien richtet. Besonders interessant war es f├╝r mich diese einzelnen Themenfelder wie beispielsweise Portr├Ątfotos, Reitbilder oder Hallenfotos nicht nur in einer bestechenden Beschreibung vorgestellt zu bekommen, sondern vor allem auch im Vergleich von gelungenen und weniger gelungenen Beispielbildern wirklich pr├Ąsentiert zu bekommen. Begleitet werden diese ÔÇ×gutenÔÇť und ÔÇ×weniger gutenÔÇť weiterlesen

Sanft & Sinnlos?

Raus aus der Schublade

Wer sich ehrlich bem├╝ht mit seinem Pferd im Alltag wie im Training haupts├Ąchlich ├╝ber positives Feedback in Kontakt zu treten, sieht sich leider immer noch mit vehementer Kritik und Herabw├╝rdigung konfrontiert. Nur allzu oft erleben wir in der Welt der Pferde einen Wettkampf der Methoden: Wer erreicht mit seinem Training die spektakul├Ąrsten Leistungen? Wer kann das Wesen der Pferde besser verstehen als andere oder wer hat angeblich die innigste Beziehung zu seinem Vierbeiner? Wer aus diesem fruchtlosen Kreis der Deutungshoheit ausbrechen m├Âchte muss sich einfach wieder emotional auf sich und das eigene Pferd zur├╝ckziehen. Dabei entsteht immer ein Spannungsfeld zwischen dem Bild welches Au├čenstehende von uns konstruieren und unserem ganz pers├Ânlichem Empfinden, wie es sich f├╝r uns und unseren vierbeinigen Partner richtig weiterlesen

Stress durch gezieltes Training vermeiden

Gelassenheitstraining und Medical Training

Viele typische Stressprobleme entstehen ├╝blicherweise aus der ├╝bertriebenen Erwartungshaltung des Menschen und der fehlenden Ber├╝cksichtigung der Pferdepsyche: Wir konfrontieren Pferde immer wieder mit einer sorglosen Selbstverst├Ąndlichkeit mit Objekten oder Situationen auf die sie von Natur aus nicht vorbereitet sind und orientieren uns dabei im Training nicht an ihren kognitiven M├Âglichkeiten sondern lediglich an dem angestrebten Erfolg. Daher ist es wichtig sich im Sinne der Pferde mit den M├Âglichkeiten professionellen Pferdetrainings auseinanderzusetzen Probleme und Schwierigkeiten von vornherein zu vermeiden. Gerade in Bezug auf das Gelassenheitstraining und die Kooperationsbereitschaft des Pferdes bei Tierarztterminen gibt es viel Potential f├╝r eine irritationsfreie Kommunikation.
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Stress in der Ausbildung ÔÇŽ

ÔÇŽ erkennen und vermeiden

Stress ist im Pferdetraining und in der Ausbildung unserer Vierbeiner leider wesentlich weiter verbreitet als mancher vermuten w├╝rde. Auf der einen Seite l├Ąsst es sich kaum vermeiden, dass ein Pferd in unserer komplexen Welt sei es durch den Stra├čenverkehr, den Aufenthalt in einer Reithalle oder den Transport auf einem Pferdeanh├Ąnger f├╝r einen ├╝berschaubaren Zeitraum Stress empfindet und dadurch ein vor├╝bergehendes Unwohlsein versp├╝rt. Auf der anderen Seite gibt es jedoch viele vermeidbare Stressausl├Âser, die sich mit ein wenig Sensibilit├Ąt und Fingerspitzengef├╝hl vorhersehen und abmildern lassen. weiterlesen

Schon vergessen?

Auch Pferde verlernen

Erinnerst Du Dich eigentlich noch an die wichtigsten Regeln f├╝r die Ableitungen im Mathematikunterricht? Nein? Vielleicht wenigstens an die Regeln f├╝r das Multiplizieren von Br├╝chen? Auch nicht? Nun damit bist Du nicht allein. Ebenso wie wir uns nicht s├Ąmtliche Informationen merken k├Ânnen, die wir jemals gelernt haben, so vergessen auch Pferde ├ťbungen wieder, die sie entweder noch nicht gut genug verstanden haben oder solche, die sie nicht st├Ąndig ben├Âtigen oder die nicht oft abgefragt werden. Gerade beim Reiten lernen Pferde eine gro├če Vielfalt an unterschiedlichen Hilfen, Signalen und Bewegungsmustern, hinzu kommt noch die gro├če k├Ârperliche Flexibilit├Ąt. Da ist es nur nat├╝rlich, wenn es hin und wieder einmal eine ├ťbung einmal nicht so perfekt ausf├╝hrt. Wann immer unser Pferd also auf eine Hilfe nicht reagiert, so m├╝ssen wir uns zun├Ąchst ganz ehrlich selbst einiges fragen:

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Lernkurven bei Pferden beachten

Leistungsschwankungen einplanen

Pferde k├Ânnen sich nur sehr kurz, oft nur wenige Minuten fokussiert konzentrieren, daher ist effektives und pferdegerechtes Training ebenfalls sehr kurz Nat├╝rlich k├Ânnen erwachsene Pferde auch mal eine Stunde lang spazieren gehen oder Ausreiten, hochkonzentrierte Lernphasen, in denen etwas neues erlernt oder etwas schon bekanntes differenziert oder gefestigt werden soll, sollten aber immer nur wenige Minuten andauern. W├Ąhrend jeder ├ťbung folgt das individuelle Lernen des einzelnen Pferdes einer Lernkurve. Lernen ist kein Prozess, der eine stetige Steigerung und Verbesserung erf├Ąhrt, sondern ein dynamischerer Prozess. Es ist v├Âllig normal, dass das Lernen mal schneller, mal langsamer vorangeht und auch mal eine Zeitlang auf einem bestimmten Level stagniert. Gerade diese Lernplateaus, auf denen scheinbar nichts voran geht, sind immens wichtig. Jeder Pferdetrainer muss seinem Pferd die Gelegenheit geben, ein Verhalten auf einem bestimmten Niveau auszuleben, erst dann kann es zu einem erneuten Sprung in der Lernkurve geben. Manchmal erscheint es uns so, als w├╝rde ein Pferd quasi ├╝ber Nacht eine immense Verbesserung einer ├ťbung erlangt haben. weiterlesen

Nur in der zweiten Reihe?

Psychische Probleme beim Zweitpferd

Viele Zweitpferde sind einfach ├╝briggeblieben, sie sind alt oder gebrechlich, sie sind irgendwann zu klein f├╝r die Kinder oder k├Ânnen im sportlichen Sinne keine Leistungen mehr erbringen. Zwar entscheiden sich viele Menschen daf├╝r, den Tieren einen sch├Ânen Lebensabend zu erm├Âglichen, aber die meiste Zeit, die f├╝r das Hobby Pferd zur Verf├╝gung steht, wird nur noch in das ÔÇ×nutzbareÔÇť Reitpferd gesteckt.
Die seelischen Folgen f├╝r das ÔÇ×abgeschobeneÔÇť Pferd sind unterschiedlich: Sicher wird ein Pferd, dass nie eine besonders enge Beziehung zum Menschen gehabt hat anders reagieren als ein sehr anh├Ąngliches und menschenbezogenes Tier, welches sehr viel Zuwendung und Besch├Ąftigung erfahren hat und sich nun vernachl├Ąssigt f├╝hlt.
Zweitpferde k├Ânnen durch den Mangel an geistigen Anregungen und Ansprache sogar depressiv werden und sich immer weiter in sich selbst zur├╝ckziehen. Manche Pferdebesitzer machen nun den Fehler, das scheinbar weiterlesen

Pausen im Pferdetraining

In der Ruhe liegt die Kraft

Pausen sind Zeiten, in denen das Pferd und damit auch der Mensch sich nicht auf ein bestimmtes Trainingsziel konzentrieren. Positives Pferdetraining erfordert immer von beiden Partnern ein H├Âchstma├č an Konzentration und ist somit mental sehr anstrengend. Weder Mensch noch Tier k├Ânnen sich durchgehend konzentrieren, daher m├╝ssen Phasen der Konzentration von Momenten der Entspannung und Zerstreuung unterbrochen werden. Dabei ist es individuell je nach Pers├Ânlichkeit unterschiedlich, wie oft eine Pause ben├Âtigt wird und wie lange diese sein sollte. Innerhalb einer anspruchsvollen Trainingssession hat es sich bew├Ąhrt, immer wieder aktiv eine Auszeit einzuleiten bevor die Konzentration merklich abf├Ąllt. Pausen bedeuten nicht zwingend gar keine Aktvit├Ąt oder Langeweile, sondern k├Ânnen mit gut beherrschten Lektionen, dem gemeinsamen Schlendern oder mit dem Grasen am Rande des Weges verbracht werden, kurzum ein Moment der geistigen Entspannung und der Besinnung. ├ťber l├Ąngere Zeitr├Ąume k├Ânnen auch einige Tage Trainingspause zwischen den einzelnen Lerneinheiten sinnvoll sein, um Bewegungsmuster zu verinnerlichen und geistige Herausforderungen in Ruhe wirken zu lassen. Ein weiterlesen