Ehrlich motiviert!

Das neue Buch von Sylvia Czarnecki

Endlich gibt es wieder neuen Lesestoff f├╝r uns Interessierte am Training mit positiver Verst├Ąrkung. Im neuen Buch ÔÇ×Ehrlich motiviertÔÇť von Sylvia Czarnecki pr├Ąsentiert sie uns praxisorientiertes Wissen, welches vor allem dem Einsteiger ins Training mit positiver Verst├Ąrkung und Umsteiger von anderen Trainingsmethoden motiviert und Lust am Ausprobieren macht. Gerade auch das notwendige lerntheoretische Grundwissen findet sich in einigen Abschnitten praxisnah dargestellt. So kann der Leser nachlesen, was es mit Konditionierungseffekten und dem Motivationslevel auf sich hat und findet viele Fachbegriffe wie Shaping oder Targeting ├╝bersichtlich dargestellt.
Besonders auch der Praxisteil des Buches mit seinen genauen Beschreibungen der Vorgehensweise der Erstkonditionierung und des grundlegenden H├Âflichkeitstraining ist ├╝bersichtlich und kleinschrittig beschrieben. Es finden sich dabei auch ganz allt├Ągliche Aufgabenstellungen wie das freie Stehen und Folgen des Pferdes ebenso wieder wie Fragen rund weiterlesen

Emotionale Bindung

Das Pferd emotional ber├╝hren

Pferde haben wie auch wir Menschen als ausgepr├Ągte Herdentiere mit hoher emotionaler Kompetenz das Bed├╝rfnis enge, stabile Bindungen zu anderen Individuen aufzubauen. Neben den engsten Vertrauten unserer Pferde, den anderen Herdenmitgliedern, bilden sie dabei durchaus auch zu uns intensive Kontakte. Dabei erm├Âglicht das gegenseitige Verstehen und das gemeinsame Erleben einen intensiven Austausch auf emotionaler Ebene. Pferde die eine enge Bindung zum Menschen eingehen, k├Ânnen sich in Gegenwart ihrer Bezugsperson leichter entspannen, sch├╝tteln Stress schneller ab, orientieren sich an seiner sicheren Ausstrahlung und suchen bei ihm Schutz. All diese Faktoren sind ├Ąu├čerst w├╝nschenswert f├╝r die Beziehung mit unserem Freizeitpartner Pferd, daher stellt sich f├╝r jeden von uns die Frage, wie wir die emotionale Bindung zu unserem Pferd so weit wie m├Âglich vertiefen k├Ânnen. weiterlesen

Botschaften der K├Ârpersprache

Bewegung als Ausdruck der Gef├╝hle

Pferde haben eine ├Ąu├čerst vielschichtige ausdifferenzierte K├Ârpersprache, sie teilen sich gegenseitig ihre Intentionen, Emotionen und Reaktionen ├╝ber sehr subtile Bewegungsmuster einzelner K├Ârperpartien mit. Sie kommunizieren so wie wir Menschen viele Gem├╝tsregungen unbewusst an die Au├čenwelt, nur dass wir diese Sprache der Pferde nicht wie selbstverst├Ąndlich von Natur aus┬á entschl├╝sseln k├Ânnen. F├╝r uns als interessierten Beobachter ist es daher wichtig ein deutliches intuitives Gesp├╝r f├╝r kennzeichnende Merkmale der K├Ârpersprache zu entwickeln, wie auch eine klare Vorstellung f├╝r das Gesamtbild der Komponenten und den Bewegungsfluss zwischen den einzelnen Ausdrucksmustern zu erlangen. Es hilft also nur bedingt eine isolierte Ohrstellung weiterlesen

Im Sinne der Pferde

Im Kopf flexibel bleiben

Wer wirklich etwas an der Lebenswelt unserer Pferde ver├Ąndern und ihre Lebensqualit├Ąt zum Positiven verbessern m├Âchte, kommt nicht umhin zuerst bei sich selbst zu beginnen. Es sind nicht nur die Anderen die etwas tun k├Ânnen, wir alle k├Ânnen St├╝ck f├╝r St├╝ck den Weg bereiten f├╝r mehr Verst├Ąndnis f├╝r unsere vierbeinigen Gef├Ąhrten. Dazu ist es aus meiner Sicht wichtig sich immer wieder klar zu machen auf welchen Ebenen wir etwas bewirken k├Ânnen ÔÇô sei es in uns selbst und im Umgang mit dem eigenen Pferd oder auch als Vorbild und Inspiration f├╝r andere Pferdeliebhaber. Wir k├Ânnen in ganz unterschiedlichen Bereichen etwas an unserem gemeinsamen Lebensumfeld ver├Ąndern, indem wir neugierig und aufgeschlossen unser Wissen erweitern und mutig unseren Gef├╝hlen vertrauen.

Der Blick f├╝r die gro├čen und die kleinen Dinge

Es reicht nicht das Pferd nur fl├╝chtig anzuschauen um sich in seinen gewohnten Erkl├Ąrungsmodellen best├Ątigt zu f├╝hlen. Eine erste Ann├Ąherung an ihre Empfindungen und ihre Art des Erlebens erreichen wir weiterlesen

Motivator Lebensfreude

Der Gl├╝ckscocktail im Pferdegehirn

Eine der wichtigsten Antriebsfedern im Training mit positiver Verst├Ąrkung ist die Freude. Pferde erfahren durch unsere R├╝ckmeldung ├╝ber das Markersignal und nat├╝rlich auch durch die erhaltenen Belohnungen, dass sie etwas richtig gemacht haben. Im K├Ârper des Pferdes l├Âst jeder Lernerfolg ├╝ber positive R├╝ckmeldung ein kleines Hochgef├╝hl aus. Ein fr├Âhlicher Spritzer Lebensenergie, ein extrak├Âstliches Schl├╝ckchen Gl├╝ck breitet sich ├╝ber das Belohnungszentrum im Gehirn und damit im gesamten K├Ârper aus. Die dabei empfundene Freude ist sowohl Erinnerungsst├╝tze als auch Antrieb f├╝r weitere Taten. Sie spornt das Pferd zu weiteren Erfolgen an, zum Ausprobieren, frei Experimentieren und aktiven Handeln. Diese direkten Folgen der Arbeit mit positiver weiterlesen

Schritt drei: Sukzessive Steigerung

Sich gemeinsam der Herausforderung stellen

Das Hauptaugenmerk bei der kontinuierlichen Steigerung des Schwierigkeitsgrades besteht darin, dass sich die Tiere innerhalb dieses Prozesses stets wohlf├╝hlen sollten und viele Erfolgserlebnisse brauchen. Die urspr├╝nglich negative Verkn├╝pfung im Gehirn soll ja umgestaltet werden und dem Pferd verdeutlichen, dass allein dieses Objekt der Schl├╝ssel zu den Belohnungen ist, jegliche Ann├Ąherung und sei es nur ein Hinwenden oder ein bewusstes Anschauen setzt dann den Strom der Belohnungen in Gang. Alles andere als der ehemals unbeliebte Traktor, Sattel oder H├Ąnger sollen in diesem Lernprozess uninteressant erscheinen, w├Ąhrend in dessen N├Ąhe ein wahres Feuerwerk an Lieblingsbelohnungen abgefeuert wird. weiterlesen

Schritt zwei: Beginn in der Komfortzone

Die Welt wieder positiv wahrnehmen

Begonnen wird bei einer professionellen Verhaltenstherapie nicht etwa direkt im schwierigsten Problembereich, sondern in jenen Bereichen, in denen das Pferd den angstausl├Âsenden Reiz (also z.B. den den Traktor, den Sattel oder den H├Ąnger) bereits wahrnimmt, aber eben gerade noch nicht wirklich beunruhigt ist. Diese Zone ist es, in der man sich zun├Ąchst aufh├Ąlt und dort mit einer Art ÔÇ×UmprogrammierungÔÇť beginnt. Das Pferd soll eine f├╝r uns ung├╝nstige Verkn├╝pfung im Gehirn gewisserma├čen l├Âschen und durch eine neue, positive Erfahrung ersetzen. weiterlesen

Sanfte Traumabew├Ąltigung

Gezielt f├Ârdern, nicht ├╝berfordern

Traumata bei Pferden sind weit st├Ąrker verbreitet als gemeinhin vermutet. Pferde sind sehr sensible Pers├Ânlichkeiten, zum Teil gen├╝gen schon einzelne negative oder belastende Erlebnisse, um ein Trauma auszul├Âsen, welches je nach Schweregrad schnell zu einem handfesten Angst- oder Stressproblem f├╝hren kann. Egal ob es sich nun um ein echtes tiefsitzendes Trauma handelt, welches in einem Unfall des Pferdes, einer tiefgehenden k├Ârperlichen oder seelischen Verletzung oder in einem extrem Angst machenden Ereignisses begr├╝ndet liegt, oder ÔÇ×nurÔÇť um ein Unwohlsein und Stress bei bestimmten Ausl├Âsern handelt, wir Menschen k├Ânnen viel tun um Traumata sanft zu bew├Ąltigen und so einen Trainingsweg zur├╝ck zum entspannten Miteinander finden. Eine m├Âgliche Vorgehensweise stammt dabei aus der Humanpsychologie und l├Ąsst sich auf viele verschiedene typische Alltagsprobleme mit Pferden ├╝bertragen, wie beispielsweise ├ängsten vor gro├čen Fahrzeugen, Sattelzwang oder der Angst vor dem Verladen in den Pferdeanh├Ąnger. weiterlesen