Auf allen Hochzeiten tanzen

Wenn Reiter zuviel wollen

Heute ein schöner Ausritt, morgen etwas longieren, dann Dressurarbeit, Stangentreten, Freispringen, Doppellongenarbeit, ein kleiner Exkurs zu den Zirkuslektionen… so sieht der Anspruch von vielen von uns an unsere Pferde aus. Sicher sind es alles tolle Beschäftigungsmöglichkeiten, die für sich genommen und gut beherrscht viel positives bewirken können. Oft genug ist allerdings weder der Pferdebesitzer geübt in allen verschiedenen Bereichen, noch ist das Pferd körperlich und/oder geistig so weit, sich auf alle diese Übungen wirklich einzulassen. Die Folge sind Überforderung und Stress für das Pferd und Frust für den Reiter. weiterlesen

Die Lüge mit den Belohnungen

Manipulation mit Worten

Aber wir arbeiten doch mit Belohnungen, wir hören immer mit der Übung auf, wenn etwas gut geklappt hat, oder wir klopfen den Hals des Pferdes, oder wir lassen den Zügel lang, oder wir lassen den Druck nach und geben dem Pferd eine Pause, wenn es etwas gemacht hat, was wir wollen. So ähnliche Meinungen höre ich immer wieder. Leider sind sich diese Menschen nicht im Klaren darüber, dass sie eben nicht mit Belohnungen, sondern im besten Falle mit dem Nachlassen von Druck arbeiten. weiterlesen

Kommen auf Ruf

Der Traum aller Pferdebesitzer

Wer hat nicht schon mal davon geträumt: Wir kommen auf die Weide, pfeifen kurz und unser Pferd kommt wiehernd auf uns zugaloppiert. Soweit der Traum - die Realität sieht oft genug ganz anders aus. viele von uns sind froh, wenn das Pferd wenigstens nicht wegläuft, wenn sie es holen wollen. doch muss der Traum vom Kommen auf Ruf ein Traum bleiben, denn lässt es sich trainieren. Wie vieles im Pferdeleben: Das Pferd kann es lernen auf ein Signal hin zu uns zu kommen.

Alles was wir brauchen, ist ein Trainingsplan, Belohnungen und etwas Geduld!

Das Rufen – 6 Grundregeln weiterlesen

Keine Reaktion

Die Kunst des Ignorierens

Wir alle hören es immer wieder: „Ignorier´ doch einfach das Verhalten Deines Pferdes, das Dich nervt, dann hört es irgendwann auf.“ Dieser Ausspruch ist zunächst einmal sicher richtig, denn es ist tatsächlich lerntheoretisch so, dass ein Verhalten, dass sich nicht lohnt und noch nie gelohnt hat, in Zukunft seltener wird und irgendwann ganz aufhört. In dieser Definition sind allerdings auch schon die Schwierigkeiten mit versteckt, die das Ignorieren so mit sich bringt.
Zum einen ist es möglich, dass sich das Verhalten in der Vergangenheit einmal sehr wohl gelohnt hat. Ein Beispiel hier wäre das Scharren am Anbindebalken, das wir häufig unbewusst mit Aufmerksamkeit belohnt haben. weiterlesen

Polly`s Paralleluniversum

Polly`s Pollyschläue

Letztens hat jemand neben mir erwähnt, dass „es sich hier um einen klassischen Fall von Ponyschläue handelt“. Meinte der nicht „Pollyschläue“? Wahrscheinlich hat er sich nur versprochen, denn das was er erzählt hat, trifft alles genau auf das nach mir benannte Wort „Pollyschläue“ zu: Angeblich versteht man darunter ein gerissenes Pferd, dass schnell und gewitzt den eigenen Vorteil im Auge behält. Es ist den Menschen mental oft einen Schritt voraus und verhält sich sehr intelligent. Abwertend gemeint soll es angeblich ein Pendant zum Begriff „Bauernschläue“ sein und auch eine gewisse Verschlagenheit beinhalten. Was aber nun wieder die Bauern damit zu tun haben, das weiß ich auch nicht…
Aber die großen Zweibeiner haben schon recht wir Ponys, insbesondere die kleinen cleveren, ergreifen jede Gelegenheit um ein wenig Schabernack zu treiben.
Das lockert nicht nur die Atmosphäre auf der Weide auf, wenn die Pferdefrauen weiterlesen

Leben und Training der Pferde

Vergnügen – Fehlanzeige!

Wissenschaftler beschreiben bei allen höher entwickelten Tieren das Bedürfnis nach Lust und Unlust. Pferde sollten auch selbst entscheiden können, ob sie einfach nur Spaß haben wollen oder auch in Ruhe gelassen werden möchten. Sie teilen uns ihre Gefühle und Wünsche auf ihre Art mit, wenn sie zum Beispiel auf der Weide vor dem Besitzer weglaufen. Wird dieses Verhalten häufiger beobachtet, so überwiegt wahrscheinlich die Unlust über den Kontakt mit dem Menschen, die letztlich noch verstärkt wird, wenn wir sie zwingen trotzdem mit uns zusammenzuarbeiten. Stattdessen sollte man auch mal akzeptieren können, dass unser Pferd einen anderen Plan für den Nachmittag hat und dass der Mensch sich bemühen sollte, es zu überzeugen. Das lernen wir im Kontakt mit anderen Menschen schon als kleine Kinder. Es macht keinen Spaß mit jemanden zu spielen, der keine Lust hat. Warum sollte das bei den Pferden anders sein? weiterlesen