Mythos Hengst:

Hengste artgerecht halten?

In Deutschland steigt der Trend zur Hengsthaltung insbesondere in der Barockreiterszene immer mehr. Welche Haltungsform w├Ąre aber f├╝r die Psyche des Hengstes optimal?
Die optimale Haltung eines Hengstes unterscheidet sich nicht von der optimalen Haltung eines jeden Pferdes ÔÇô sie ist i.d.R. in unserer Gegend nur schwieriger praktisch umsetzbar. Je n├Ąher eine Haltungsform an den nat├╝rlichen Bed├╝rfnissen des Pferdes ausgerichtet ist, desto besser f├╝r die Psyche des Pferdes. Die dabei wichtigsten Voraussetzungen sind der Kontakt zu anderen Pferden in einer Herde, der m├Âglichst freie Zugang zu ausreichend gro├čen Auslauffl├Ąchen, eine dem Bedarf angemessene F├╝tterung, die freie Wahl des Aufenthaltsortes und Schutz vor Wind und Wetter. Auch jeder Hengst ben├Âtigt f├╝r sein Wohlbefinden, dass s├Ąmtliche Grundbed├╝rfnisse befriedigt werden k├Ânnen.

Was passiert, wenn er zunehmend isoliert ist und keinen Pferdekontakt hat?
Die leider h├Ąufig immer noch anzutreffende isolierte Einzelhaltung f├╝hrt kurzfristig zu starken Einschr├Ąnkungen des Wohlbefindens und zu akutem Stress. Jede Form von Stress wirkt sich langfristig auf den gesamten Organismus negativ aus. Die Folgen k├Ânnen unterschiedlichste stressbedingte Erkrankungen wie etwa Magengeschw├╝re, Kolikneigungen oder Hautprobleme sein. Das gesamte Immunsystem wird zunehmend belastet. Verhaltensst├Ârungen wie Koppen oder Weben kommen bei Hengsten in isolierter Haltung wesentlich h├Ąufiger vor. Die psychischen Sch├Ąden, die diese Tiere davontragen k├Ânnen au├čerdem je nach Temperament und Charakter des betreffenden Hengstes und gebotenen Au├čenreizen und Besch├Ąftigungsm├Âglichkeiten von Depressionen und lethargischem Verhalten bis hin zu einer erh├Âhten Aggressionsbereitschaft reichen. Nicht wenige dieser Hengste zeigen dabei auch selbstverletzendes Verhalten. Je l├Ąnger ein Hengst in einer solchen nicht artgerechten Pferdehaltung verbleiben muss, desto schwieriger wird es au├čerdem, ihn sp├Ąter wieder in eine Pferdegemeinschaft zu integrieren.

Wie wichtig ist der Weide/Paddockgang f├╝r die Psyche?
Die Bewegungsm├Âglichkeiten sind von entscheidender Bedeutung f├╝r jedes Pferd, so auch f├╝r einen Hengst. Der Bewegungsapparat wird durch stetige leichte Bewegung in Form gebracht, die Muskulatur und der Kreislauf und die Atmung gest├Ąrkt. Das Grasen oder das Fressen von Heu im Auslauf entsprechen am ehesten dem nat├╝rlichen Fressverhalten des Pferdes, welches nicht darauf ausgerichtet ist, gro├če Mengen energiereichen Futters aufzunehmen.

Ist die Haltung zweiter Hengste/Hengst mit Wallach m├Âglich?
Viele Beispiele zeigen, dass die Haltung mehrerer Hengste oder auch einer Kombination aus Hengst und Wallachen durchaus m├Âglich ist ÔÇô wenn man denn einige Richtlinien beachtet. In der Natur gibt es unter Pferden neben den bekannten Familienverb├Ąnden mit einem Hengst und mehreren Stuten auch die Junggesellengruppen, die sogenannten Bachelor-Groups. Will man einen Hengst vergesellschaften so ist dies am einfachsten, wenn er gar nicht erst aus einem Herdengef├╝ge entfernt wurde und isoliert gehalten wurde, sondern von Fohlen und Junghengst-Zeit an mit anderen zusammensteht. Die betreffenden Tiere sollten nat├╝rlich vom Alter, Geschlecht, Gr├Â├če und Rasse zusammenpassen, damit sie sich in ihren Bed├╝rfnissen nicht zu sehr unterscheiden. Auch spielt das Temperament der einzelnen Tiere eine entscheidende Rolle f├╝r die Vergesellschaftung. Die Fl├Ąche sollte gro├čz├╝gig bemessen sein und s├Ąmtliche Ressourcen wie Wasser- oder Futterstellen in zur Gruppe passender Anzahl bereitgestellt werden. Einen gut sozialisierten und in der Gemeinschaft aufgewachsenen Hengst wird man so h├Ąufig gar nicht bemerken unter Wallachen. Stuten sollten bei dieser Art der Haltung m├Âglichst nicht in Sichtweite untergebracht werden, um Rivalit├Ąten zwischen den m├Ąnnlichen Pferden zu vermeiden.
Anders sieht es nat├╝rlich mit einem eventuell sogar schon jahrelang isoliert gehaltenen Hengst aus. Hier muss im Einzelfall entschieden werden, wie eine Haltung aussehen kann und die Vergesellschaftung muss sehr behutsam herbeigef├╝hrt werden.

Wie ver├Ąndert sich das Verhalten mit der Kastration? Welche Auswirkungen hat es auf die Mitarbeit beim Reiten?
Das Verhalten des Hengstes ver├Ąndert sich mit der Kastration vor allem in Bezug auf die geschlechtstypischen Verhaltensweisen. Da die Hoden entfernt werden, wird entsprechend weniger Testosteron produziert, welches verantwortlich ist f├╝r sexuell motivierte Verhaltensweisen. Wie stark sich das Verhalten ├Ąndert ist allerdings auch vom Alter des Hengstes zum Zeitpunkt der Kastration abh├Ąngig. W├Ąhrend bei den meisten als Jungpferde kastrierten Wallachen ├╝berhaupt kein hengsttypisches Verhalten wie Aufspringen auf Stuten oder Markieren der Kothaufen zu beobachten ist, ist das Verhalten von ├Ąlteren Pferden nicht nur hormongesteuert, sondern au├čerdem fest in der Pers├Ânlichkeit verankert. Manche als erwachsene kastrierte Tiere behalten daher einen Teil ihres Hengstverhaltens. Ganz allgemein werden die meisten Hengste nach der Kastration ruhiger und friedlicher, da das Testosteron f├╝r eine recht hohe Aktivit├Ąt und Aggressionsbereitschaft verantwortlich ist. Beim Reiten ver├Ąndert sich zumeist nur die erh├Âhte Konzentrationsf├Ąhigkeit dadurch, dass ein Wallach durch die Anwesenheit von Stuten oder fremden Wallachen oder Hengsten nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen ist.

Was macht den Charakter eines Hengstes im Vergleich zu dem eines Wallachs aus?
Hengste werden im Vergleich zu Wallachen st├Ąrker von ihrem Sexualtrieb beeinflusst, sie nehmen Ger├╝che anderer Pferde wesentlich sensibler wahr und sind darauf programmiert f├╝r Nachwuchs zu sorgen. Daher sind sie nat├╝rlich auf der Suche nach potentiellen Paarungspartnerinnen. Zu diesem Zweck hat die Natur ihnen einen auf Hochtouren laufenden Stoffwechsel mitgegeben, der ihre Neugier, ihren Mut und ihr Erkundungsverhalten ausl├Âst. Durch ihre Aggressionsbereitschaft sind sie in der Lage ihre Stuten vor anderen Hengsten fernzuhalten. All diese Wesensz├╝ge sind beim Wallach in wesentlich abgeschw├Ąchterer Form zu beobachten.

Was w├Ąre die bessere Variante f├╝rs Pferd - Hengst bleiben oder Wallach werden?
In den allermeisten F├Ąllen ist die wirklich artgerechte Haltung von Hengsten f├╝r Freizeitreiter nur dann m├Âglich, wenn sie selbst eine eigene Weide besitzen und so eine pferdegerechte Haltungsform realisieren k├Ânnen. Pensionsbetriebe bieten extrem selten eine naturnahe Haltung f├╝r Hengste an. Aus diesem Grunde halte ich es f├╝r die allermeisten Hengste f├╝r sinnvoll als Wallach gehalten zu werden, da dort ihre Chance auf ein ausgef├╝lltes Leben ungleich gr├Â├čer ist.

F├╝r mich pers├Ânlich gibt es nur zwei denkbare Varianten der Hengsthaltung, die ich f├╝r artgerecht halte: entweder die oben beschriebene Form in einer Junggesellengruppe oder die Haltung als Deckhengst in einer Stutengruppe mit dem Ziel der Fortpflanzung. Dabei ist es nat├╝rlich wichtig auch hier auf angemessene Gr├Â├če der Fl├Ąchen zu achten und auf eine harmonische Zusammenstellung der Gruppe. Au├čerdem macht es z├╝chterisch nat├╝rlich nur Sinn, wenn Stuten und Hengst auch charakterlich zusammen passen. In Ausnahmef├Ąllen ist es auch m├Âglich einen Hengst mit einer oder mehreren g├╝sten ├Ąlteren Stuten zusammenzustellen, wenn man denn keine Fohlen haben m├Âchte.

LG,

Marlitt

12 Kommentar(e)

  1. Hallo!
    Ich h├Ątte eingie Fragen: Ich bekomme n├Ąchste Woche einen Hengstj├Ąhling, welcher bis zu der Zeit mit einem anderen, gleichaltrigen zusammenstand. Allerdings habe ich schon einen zweij├Ąhrigen, der mit einem Wallach (12 Jahre) Zusammen im Offenstall steht. Tags├╝ber und wenn es zu hei├č ist nacht, stehen meine derzeitigen beiden zusammen auf einer Koppel. Leider mu├č der Wallach in n├Ąchster Zeit zu seinem Besitzer zur├╝ck. W├Ąre es ein sehr gro├čes Risiko, wenn ich die beiden Hengste versuchen w├╝rde zu vergesellschaften? Es sind Westernrassen. Der 2 j├Ąhrige ist seinem Kumpel gegen├╝ber manchmal aufm├╝pfig und irgendwie bin ich mir nicht so sicher, ob er den zweiten akzeptieren w├╝rde. K├Ânnen sie mir dazu etwas raten?

    Susanne | Mai 17, 2012 | antworten

  2. Hallo Susanne,

    raten aus der Ferne kann ich nur wenig. Meine Gedanken dazu sind allerdings hier leicht zusammengefasst. Die beiden Hengste sind ja noch Jungtiere. Sie sollten unbedingt in diesem Alter vergesellschaftet werden - miteinander und vor allem auch noch mit anderen gleichaltrigen und ├Ąlteren Spielkameraden und Erzeihungspers├Ânlichkeiten. Das Risiko ist vor der Geschlechtsreife wesentlich kleiner als sp├Ąter, in diesem Falle sicher nicht h├Âher als bei der Vergesellschaftung von jedem anderen Pferd auch. Ich w├╝rde es behutsam versuchen.

    LG,
    Marlitt

    Marlitt | Mai 19, 2012 | antworten

  3. Hallo Marlitt,
    mein Hengst war, bis er 12 war ├╝berhaupt nicht hengstig. Vor ca 2 Jahren hat er dann die ersten Hengstmanieren gezeigt, war aber alles nicht dramatisch. Er hatseither immer wieder Phasen, wo er die Stuten gar nicht wahr nimmt und sie ihn auch ├╝bnerhaupt nicht interessieren zu scheinen, aber immer mal wieder zeigt er schon starkes Hengstverhalten. Wobei die Momente in denen er so ist immer extremer zu werden scheinen, bzw sein Verhalten extremer ausf├Ąllt. Meine Frage w├Ąre jetzt: kann es daf├╝r irgendeinen bestimmten Grund geben, bzw haben Sie Adressen, wo ich mich genauer beraten lassen kann(Baden-W├╝rttemberg, Stuttgarter Gegend).
    Vielen Dank
    MfG
    Isabelle

    Isabelle | Jun 27, 2012 | antworten

  4. Hast eine Mail Isabelle.
    LG,
    Marlitt

    Marlitt | Jul 3, 2012 | antworten

  5. Hallo Marlitt,
    mein Pferd (Kabardiner , 15J.) wurde mit 7 Jahren gelegt. Er stand dann 7 Jahre in einer Wallachherde. Nach Umzug wechselten wir am 1.11.12. in einen neuen Offenlaufstall (Pferdeparadies !) in eine gemischte Herde. Und nun mutierte mein Pferd wieder zum Hengst. Er verliebte sich nach 2 Tagen in eine sehr viel gr├Â├čere Stute, die kurz darauf 2 Wochen lang rossig war. Sie animierte ihn regelrecht und der sprang auf und schachtete auch ein.(H├Ąufig). Nach Ende der Rosse war Ruhe. Jetzt kommen aber alle Stuten wenn sie rossig sind zu ihm und die ranghohen Stuten begl├╝ckt er auch.
    Nun m├╝ssen wir wahrscheinlich den Stall verlassen, weil dieses Verhalten nicht toleriert wird. Ich verstehe alle beteiligten Seiten, suche jetzt aber verzweifelt nach einer L├Âsung f├╝r mein Pferd, denn Wallachherden sind in unserer Gegend wie ein 6er im Lotto.
    Der SB bot an, ihn bei Rossigkeit der Stute(n) in die Eingew├Âhnungsbox zu stellen (gro├čz├╝gige Box mit Paddock der im Offenlaufstallgel├Ąnde ist). Sicht- und Riechkontakt mit der Herde ist gegeben.
    Aber wie wird sich dann mein Pferd f├╝hlen ?(Er ist auch au├čerhalb der Rosse unzertrennlich mit seiner Lieblingsstute)
    Ist das dann Qu├Ąlerei oder eigentlich eine machbare L├Âsung ? Hast Du da Erfahrungen ?
    F├╝r jede Idee wie man sinnvoll vorgehen kann, bin ich dankbar.
    Vielen Dank und lg
    Ulrike

    Ulrike | Dez 13, 2012 | antworten

  6. Hallo ihr Lieben. Hilfe bei Verhaltensproblemen sind aus der Ferne nicht seri├Âs zu beurteilen. Hilfe kann man bei Verhaltensexperten finden, z.B. spezialisierte Tier├Ąrzte, die man unter www-gtvt.de finden kann.

    LG,
    Marlitt

    Marlitt | Jan 1, 2013 | antworten

  7. Hallo,
    ich w├╝rde gerne wissen wie das ├╝bliche Spiel aussieht wenn ein Wallach und ein Hengst zusammen gestellt werden.
    Ich m├Âchte meinen Wallach mit dem Hengst meiner Freundin zusammenstellen. Die beiden sind das erste mal gleich in eine Auseinandersetzung geraten. Dann war Ruhe eine ganze zeit lang und dann ging es wieder los. Der Hengst jagt meinen Wallach immer, der sogar durch den Zaun rennt. Jetzt wissen wir nicht ob das an Anzeichen daf├╝r ist, dass es vermutlich nie klappen wird. Oder ob es noch zeit braucht. Sie stehen seit 3 Tagen zusammen. Mussten aber immer wieder getrennt werden. Ich hoffe du hast ein paar Infos f├╝r mich.
    Liebe Gr├╝sse
    Kerstin

    Kerstin | Sep 12, 2013 | antworten

  8. 3 tage? das ist absurd.
    ein wenig Geduld w├Ąre schon am platze.

    variante: trennen, auf benachbarten koppeln halten, immer wieder auf ger├Ąumiger(! fluchtwege!) wiese zusammenbringen, auch ernste Auseinandersetzungen durchhalten. danach trennen m├Âglichst erst wenn ruhe eingekehrt ist.

    heikel wirds schon sein, aber ich hab erlebt, da├č zwei ├╝bel verfeindete jungs nach 3 (drei!) monaten unzertrennliche freunde geworden sind.

    p.

    maxco | Dez 4, 2013 | antworten

  9. Hallo,
    mein Shirehorse Hengst gestern 2 geworden zeigt schon langsam Hengstmanieren. Er steht zusammen mit einer 18 Stute die, wenn sie rossig ist, ihn einfach nicht in ruhe l├Ąsst. Einer stute die im Sommer 3 wird une einem Wallach der auch 2 erst geworden ist.
    Meine Frage, ist es zu fr├╝h ihn jetzt schon zu kastrieren?

    Addy | Mrz 5, 2014 | antworten

  10. Auszug:
    Was passiert, wenn er zunehmend isoliert ist und keinen Pferdekontakt hat?
    Die leider h├Ąufig immer noch anzutreffende isolierte Einzelhaltung f├╝hrt kurzfristig zu starken Einschr├Ąnkungen des Wohlbefindens und zu akutem Stress. Jede Form von Stress wirkt sich langfristig auf den gesamten Organismus negativ aus. Die Folgen k├Ânnen unterschiedlichste stressbedingte Erkrankungen wie etwa Magengeschw├╝re, Kolikneigungen oder Hautprobleme sein. Das gesamte Immunsystem wird zunehmend belastet. Verhaltensst├Ârungen wie Koppen oder Weben kommen bei Hengsten in isolierter Haltung wesentlich h├Ąufiger vor. Die psychischen Sch├Ąden, die diese Tiere davontragen k├Ânnen au├čerdem je nach Temperament und Charakter des betreffenden Hengstes und gebotenen Au├čenreizen und Besch├Ąftigungsm├Âglichkeiten von Depressionen und lethargischem Verhalten bis hin zu einer erh├Âhten Aggressionsbereitschaft reichen.

    Passiert nicht selbiges auch mit Wallachen, die der Aggression eines Hengskumpel nicht Herr werden?
    Genauso wie hochrrangige Wallache doch auch das Hengstverhalten annehmen, wenn sie l├Ąnger mit Hengsten auf der Koppel stehen.

    Die Natur k├Ânnen wir meines Erachtens nicht so gerecht nachbauen, da├č Hengste in die allgemeine Gesellschaft eingef├╝hrt werden k├Ânnen.

    Die meisten sind sich auch der Gefahr nicht bewu├čt, wenn sie mit so einem Tier in die ├ľffentlichkeit ( z.B. Gel├Ąnde) gehen. Oder wenn ihr ach so braver Hengst mal durch den Koppelzaun geht und sich andere Pferdkoppeln als Ziel aussucht.

    Etwas mehr respekt gegen├╝ber anderen (Mensch und Tier) w├╝rde ich mir von den Hengsthaltern durchaus w├╝nschen.

    Vielleicht k├Ânnte man das Thema Gefahr f├╝r andere in dieser H-page auch mal ausf├╝hrlich ansprechen. Danke,

    Mfg

    Evi | Apr 28, 2014 | antworten

  11. Hallo Marlitt,
    ich bin gro├čer Fan deiner B├╝cher und gerade “Vertrauen statt Dominanz”ist einfach wundervoll zu lesen!
    Ich habe einen 5Monate altes Hengstfohken,welches enorm an Gr├Â├če und Masse in den letzten 3Wochen gewonnen hat.Ich halte ihn zusammen mit meinen beiden anderen Pferden Wallach und Stute) in Eigenregie.Ich m├Âchte ihn zeitig legen lassen,d.h.bevor es zu hengstigem Verhalten kommt.
    Ich pers├Ânlich sehe keine Vorteile darin ihn “so lange wie m├Âglich”Hengst bleiben zu lassen,ausser pers├Ânlicher Eitelkeit evtl.
    Mir ist ein ausgegl.Wesen wichtiger,zumal ich ihn nicht auf eine Junghengstweide stellen werde.
    Mich besch├Ąftigt der Kastrationszeitpunkt daher sehr.leider l├Ąsst sich nirgends wirklich brauchbares,fundiertes hierzu finden,au├čer die ├╝blichen,allgemeinen Floskeln

    Mich interessiert dein Standpunkt hierzu.
    Vielen Dank und Gr├╝├če!

    Iris | Sep 22, 2014 | antworten

  12. Hallo Marlitt,
    ich habe einen jungen TWH-Hengst (wird im Mai 4 Jahre alt. Er steht seit einem Jahr mit einem 10 Jahre alten TWH-Wallach zusammen. Nun ist es leider so, dass der junge Hengst auf der Koppel st├Ąndig versucht den Wallach zu besteigen. Noch kann sich der Wallach wehren, er ist momentan noch rangh├Âher. Der Wallach quickt und schl├Ągt mit den Hinterhufen aus. Er hat den jungen Hengst schon so stark auf die Brust getreten, dass leichte Verletzungen aufgetreten sind. Sie spielen sehr viel miteinander, doch der Hengst fordert den Wallach st├Ąndig heraus. Ich wei├č nicht, ob es nicht besser w├Ąre den jungen Hengst zu kastrieren, bevor noch etwas passiert. Wie entwickelt sich das Verhalten der beiden weiter, wenn die Rangordnung kippt? Ich habe auch den Eindruck, dass der Wallach oft einfach mal seine Ruhe m├Âchte, der Hengst p├Âbelt aber immer wieder. Im Umgang mit mir macht es viel Spa├č mit dem jungen Hengst zu arbeiten. Wir machen Bodenarbeit, Spazierengehen usw. Geritten wird er noch nicht. Er ist respektvoll gegen├╝ber mir. Wir haben keine direkten Stuten in der N├Ąhe. Nur leider kann ich das Verhalten der zwei Pferde untereinander nicht beeinflussen. Ich habe leider wenig Erfahrung mit dem Verhalten der beiden Pferde untereinander. Was kann ich dem Wallach zumuten. Ich kann die beiden nicht trennen - sie stehen in einem Offenstall zu zweit. Ich m├Âchte nicht, dass der Hengst den Wallach schickaniert. K├Ânnen Sie mir einen Rat geben! Danke!

    Tanja | Jan 9, 2017 | antworten

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  1. Nov 2, 2016: von Und was soll daran feministisch sein? | Ceiberweiber

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