Probleme mit Pferden?

Mischen von Ausbildungsmethoden

Eine f├╝r mich gro├če Herausforderung ist ├╝berhaupt der Wechsel zur positiven Verst├Ąrkung in der Ausbildung. Als Trainerin m├Âchte ich diese Art der Pferdeausbildung verbreiten und m├Âglichst vielen Pferd-Mensch-Teams einen Zugang dazu verschaffen. Es ist aber leider ein langwieriger Prozess von traditionellen Wegen abzuweichen und sich neuen Methoden zu ├Âffnen. Daneben bedarf es viel ├ťbung und lerntheoretischem Fachwissen, um eine neue Ausbildungsform ├╝berhaupt korrekt und pferdegerecht anwenden zu k├Ânnen.

Der Crossover-Prozess

Daher kommt es auf dem Weg zur positiven Verst├Ąrkung im Pferdetraining zum Mischen der unterschiedlichsten Methoden. Dabei wenden die Besitzer oft bunt zusammengew├╝rfelte Ausbildungsformen parallel an, die sich allerdings teilweise gegenseitig hemmen und behindern. Viele Pferde sind dadurch verwirrt und reagieren in der ├ťbergangsphase ├╝berhaupt nicht mehr auf eigentlich bereits gelernte Signale. Aus meiner Sicht ist es daher eine gro├če Herausforderung, den Besitzer zum Umdenken einzuladen und ihm die st├Ąndig stattfinden Lernmechanismen und was das Pferd dabei empfindet bewusst zu machen. Nur so kann eine gemeinsame Basis der Interaktion entstehen. Ich erinnere mich dabei an einen Fall, bei dem der Wechsel von haupts├Ąchlich negativer Verst├Ąrkung zu positiver Verst├Ąrkung zun├Ąchst dazu f├╝hrte, dass das Pferd ├╝berhaupt nicht mehr bereit war dem Besitzer zu folgen. Es entzog sich v├Âllig in Passivit├Ąt. Der Lernprozess f├╝r den Besitzer war es zu akzeptieren, dass letztlich alles was er vor dem Wechsel mit seinem Pferd gemacht hat, nur auf Druck basierte und das Pferd freiwillig eben gar keinen Kontakt zum Menschen w├╝nschte. Hier musste sich das Vertrauen erst wieder langwierig erarbeitet und die Motivation f├╝r ein neues positives Miteinander entfacht werden.

LG,

Marlitt

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