Tempo, Takt und Rhythmus

Bewegungen beschreiben

Es muss unterschieden werden, ob es sich um die reiterlichen Definitionen oder die musikwissenschaftlichen Definitionen handelt. In der Ausbildungsskala ist der Begriff Takt etwa der erste Punkt, der ein r├Ąumliches und zeitliches Gleichma├č aller Tritte beschreibt und auf allen Linien und in Wendungen oder Tempover├Ąnderungen erhalten bleibt. Der Schritt ist ein Viertakt, Trab ein Zweitakt und der Galopp in der Regel ein Dreitakt. In der Musik ist der Takt eine gedachte Gr├Â├če, die einen Grundschlag angibt, also eine Anordnung von Notenwerten mit gleicher Z├Ąhlzeit.┬á Rhythmen entstehen durch die unterschiedlichen Notenwerte, die entweder mit den Z├Ąhlzeiten des Taktes ├╝bereinstimmen oder aber abweichen. Daneben gibt es noch biologische Rhythmen, die regelm├Ą├čig wiederkehrende Zust├Ąnde oder Ver├Ąnderungen bei Organismen spiegeln. Missverst├Ąndnisse sind hier h├Ąufig in Bezug auf die Gangarten zu verzeichnen: Der T├Âlt etwa ist wie der Schritt ein Viertakt, er ist eine gelaufene Gangart, obwohl er durchaus sehr schnell sein kann. Dabei kommen wir zu einem Missverst├Ąndnis in Bezug auf das Tempo: eine gelaufene Gangart muss nicht zwangsl├Ąufig langsamer sein als eine gesprungene. So kann ein weit ausgebildetes Pferd im versammelten Galopp theoretisch langsamer sein als im Mittelschritt.

Taktgef├╝hl bei Pferden?

Das Taktgef├╝hl von Pferden zeigt sich quasi st├Ąndig. Pferde lassen ihr Verhalten durch externe Taktgeber (wie etwa Klatschen im Takt der Passage) beeinflussen. Die Bewegung wird dabei umso ausdrucksvoller, wenn wir es denn zus├Ątzlich positiv belegen. Auch die klassischen Reiterhilfen beruhen ja zu einem gro├čen Teil auf ihren im Takt korrekt angewandten Zeitpunkt.

Ganz allgemein kann man Tiere durchaus als musikalisch bezeichnen. Definiert man jede rhythmische wiederholte Lautfrequenz als Lied, so ist es egal ob dieses von einem Menschen, einer Zikade oder einem Vogel erzeugt wird. Viele Tiere, wie etwa Wale, verwenden auch dieselben musikalischen Strukturen wie der Mensch, sie singen etwa in Dur oder wiederholen wie menschliche Ch├Âre einen Refrain zwischen unterschiedlichen Strophen. Manche Tier wie einige V├Âgel variieren Grundmuster, sie improvisieren sozusagen oder verwenden ÔÇ×MusikinstrumenteÔÇť, also z.B. Holz in ihrer Umgebung als Resonanzk├Ârper.

Viele Tiere, auch Pferde reagieren in jedem Falle auf den Klang der Musik. Der Klang beeinflusst ihre Emotionen. Damit ist es m├Âglich dass angenehme Musik beruhigen oder positiv anregen kann. Ebenso kann die Sprachmelodie des Menschen zu einer angenehmen Stimmung des Pferdes beitragen.

LG,

Marlitt

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