Das Gl├╝ck der Pferde

Gibt es das ├╝berhaupt?

Das Pferdegl├╝ck hat viele Gesichter, es zeigt sich zun├Ąchst ganz banal in seiner K├Ârpersprache und Mimik. Gl├╝ckliche Pferde zeigen positive Merkmale der K├Ârpersprache wie etwa Anzeichen f├╝r Genuss oder auch Entspannung ├╝ber seinen gesamten K├Ârper. Dar├╝ber hinaus lernen gl├╝ckliche Pferde schnell und leicht, sie k├Ânnen sich gut konzentrieren und verfolgen ihre Umgebung aufmerksam. Gl├╝ckliche Pferde haben stabile und vielf├Ąltige soziale Kontakte, sie ruhen in sich und sind von anderen Pferden gesch├Ątzte Mitglieder ihrer Herde. Sie spielen auch als erwachsene Tiere h├Ąufiger als ungl├╝ckliche, sind ges├╝nder und vitaler. Ihre Gesundheit l├Ąsst sich auch an der Beschaffenheit des Fells, der gleichm├Ą├čigen Ausbildung der Muskulatur und der guten Fitness und Ern├Ąhrungszustand erkennen.Alle prim├Ąren Bed├╝rfnisse zu erf├╝llen ist sozusagen die Grundvoraussetzung f├╝r das Pferdegl├╝ck. Ohne eine Basis-Zufriedenheit kann Gl├╝ck gar nicht erst entstehen. Das wirkliche Gl├╝ck ergibt sich aber erst dann wenn alle Grundbed├╝rfnisse erf├╝llt sind und das Pferd sich in seiner Pers├Ânlichkeit entfalten kann. Wissenschaftlich gesehen ist das Gl├╝ck z.B. anhand der Aussch├╝ttung der beteiligten Botenstoffe im Gehirn messbar. Auch die Mimik und K├Ârpersprache des Pferdes sind heute so gut erforscht, dass sie zumindest als Indikator f├╝r positive Empfindungen herangezogen werden k├Ânnen.

Zufriedenheit und Selbstwertgef├╝hl
Ich pers├Ânlich denke, dass “Gl├╝ck” ein kennzeichnendes Merkmal des Lebens vieler Tiere, vor allem der S├Ąugetiere wie Pferd oder auch Mensch ist. Das empfundene Gl├╝ck ist ein enormer Antrieb, es ist ein sehr erstrebenswerter Zustand. Gl├╝cklich sein bedeutet zum einen zufrieden mit sich selbst und der Umwelt in diesem Moment zu sein, aber dar├╝ber hinaus auch in seinem Selbst wahrgenommen und geachtet zu werden. Die Natur hat auch der Tierart Pferd die M├Âglichkeit zum Gl├╝cklichsein mitgegeben, da viele ├╝berlebens-relevanten Verhaltensweisen, wie die Partnersuche und das Sexualverhalten, die Aufzucht der Fohlen oder auch die soziale Stabilit├Ąt der Herde ├╝ber angenehme Empfindungen und die damit verbundenen biochemischen Vorg├Ąnge im Gehirn gesteuert sind. Das Gl├╝cksgef├╝hl des Pferdes wie auch das des Menschen wird dabei ├╝ber das sogenannte Belohnungssystem im Gehirn gesteuert. Verschiedene Botenstoffe, wie etwa Endorphine oder Neurotransmitter l├Âsen positive Empfindungen aus. Sie machen direkt gl├╝cklich und haben dar├╝ber hinaus einen gro├čen Einfluss auf das Lernverhalten eines Pferdes. Alles was sich positiv anf├╝hlt, also alles was gl├╝cklich macht wird das Pferd versuchen erneut zu erleben. Es strebt nach gl├╝cklich machenden Situationen und meidet negativ besetzte Situationen.

LG,
Marlitt

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