Psychologie des Gl├╝cks

Gl├╝cklichsein!

Wenn wir gl├╝cklich sind f├Ąllt uns alles leichter, das Gras ist gr├╝ner und die Sonne scheint nur f├╝r uns. Aber wo beginnt der Kreislauf der Gl├╝ckseligkeit? Machen uns die Pferde gl├╝cklich oder erfreuen wir uns am Gl├╝ck der Pferde? Unser emotionales Erleben bestimmt wie wir uns selber sehen und Andere. Wenn wir in fr├Âhlicher Stimmung zu den Pferden fahren sind wir automatisch selbstbewusster, f├╝hlen uns sicherer und treffen leichter Entscheidungen. Au├čerdem haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass wir uns kooperativer und toleranter gegen├╝ber unserer Umwelt und anderen Personen verhalten, wenn wir positiv gestimmt sind. Und mit genau dieser Einstellung m├Âchten wir doch unseren Pferden begegnen, wir k├Ânnen uns so offen auf ihre Ideen einlassen und mit ihnen zusammen entspannt an unseren Zielen arbeiten. Aber auch das Gegenteil k├Ânnen wir an uns beobachten, wenn wir mit schlechter Stimmung oder gestresst den Tieren begegnen, dann neigen wir dazu uns aber auch unser Pferd kritischer zu betrachten, suchen nach Fehlern, wir sind dann auch misstrauischer und unterstellen anderen schlechte Absichten. Man kann diese emotionale Grundeinstellung auch bei den unterschiedlichen Trainingsans├Ątzen wiederfinden, da m├╝ssen die Pferde jetzt auch mal richtig arbeiten, der muss mal wieder eingenordet werden oder das Tier wird als stur und unwillig dargestellt. Unser Fokus liegt so auf den Unzul├Ąnglichkeiten und dann wird man die Fehler immer als ├╝bergro├č wahrnehmen.

Gl├╝ck ist keine Einbahnstra├če
Es gibt in der Psychologie ein gut untersuchtes Ph├Ąnomen, welches die R├╝ckkoppelung von unserer inneren Einstellung zu unseren Handlungen sehr plausibel beschreibt: F├╝hl dich gut und du tust etwas Gutes! Bei mehreren Untersuchungen wurde festgestellt, wenn die Probanden etwas Freudiges erlebten und sich damit ihre Stimmung hob zeigten sie sich daraufhin messbar gro├čz├╝giger und auch verst├Ąndnisvoller gegn├╝ber ihren Mitmenschen. Wir k├Ânnen diesen Mechanismus besonders gut bei unserer Arbeit mit der positiven Verst├Ąrkung nutzen. Wenn wir unsere mentale Haltung ganz bewusst mit der rosaroten Brille ausstatten werden wir pl├Âtzlich ├╝berall kleine Erfolge entdecken und die guten Absichten unseres Pferdes erkennen, auch wenn die Lektion eigentlich immer noch nicht perfekt gelingt. Unsere positive Perspektive f├╝hrt zu einer Gro├čz├╝gigkeit, wir belohnen gerne die winzigen Fortschritte mit einem Leckerli und so wird aus einer Gegenleistung ein echtes Geschenk. Unser Gef├╝hlsleben bestimmt unsere Wahrnehmung wenn wir die Weide betreten und wird auch unbewusst an unser Pferd kommuniziert. Es liegt in unserer Hand welche Arbeitsatmosph├Ąre das Zusammensein mit unserem Pferd bestimmt. Haben wir es einmal geschafft dieses Karusell des Gl├╝cks anzuschieben wirkt dieser Prozess f├╝r Pferd und Mensch inspirierend und selbstbelohnend. Und auch andersherum wirkt dieser Kreislauf auf unsere Empfindungen, denn wenn wir dem Pferd etwas Gutes tun macht uns das wieder gl├╝cklich.

LG,
Marlitt

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