Traumbilder

Pegasus, Einhorn und Zentauren

Der Traum von einem eigenen Pferd oder der Neuzuwendung zu dem Hobby Reiten wird f├╝r viele von uns immer wieder von der harten Realit├Ąt auf den kalten Boden des Alltags zur├╝ckgeworfen. Wir scheuen vor den m├Âglichen Kompromissen einer Reitbeteiligung, wir haben schon zu viele Geschichten geh├Ârt ├╝ber Konflikte in Stallgemeinschaften oder wir f├╝hlen uns ├╝berfordert von den Anspr├╝chen der Reiterszene, welche man in deren Augen unbedingt zu erf├╝llen habe. Aber dabei vergessen wir welche starke innere Motivation uns eigentlich immer wieder zu den Pferden hinzieht┬á und unseren eigenen Bed├╝rfnissen entspricht. Viele unserer Traumbilder sind ├╝berhaupt nicht in der Realit├Ąt zu finden, sondern entstammen vielmehr einer Welt der Fantasie, sie sind Symbole f├╝r die tief in uns schlummernden Sehns├╝chte. Wie wir als Kind mit dem gefl├╝gelten Pferd Pegasus die grenzenlose Freiheit genie├čen wollten, als Zentaur mit dem Zauberwesen Pferd verschmelzen konnten oder uns die sanftm├╝tige Reinheit des Einhorns ber├╝hrte, so waren wir auf der Suche nach deren Entsprechungen in der Realit├Ąt. Diese vertr├Ąumten oft unbewussten Wunschvorstellungen stellen eine starke Motivation f├╝r viele Pferdeliebhaber dar. In unserer Erinnerung verbinden viele von uns das Pferd mit der scheinbar heilen Zeit unserer Kindertage, bevor die Welt anfing immer komplizierter und un├╝bersichtlicher zu werden. Wir d├╝rfen uns heute als Erwachsene ein St├╝ck weit diese gl├╝ckliche Zeit wieder zur├╝ckholen, denn manchmal braucht man eben ein halbes Leben daf├╝r, endlich f├╝r sich herauszufinden, was man sich aus vollem Herzen w├╝nscht. Wenn schon unbedeutende Kleinigkeiten bei uns ganze Assoziationsketten ausl├Âsen und wir uns wieder an den Geruch der Pferde, das Ger├Ąusch ihrer mahlenden Z├Ąhne beim Knabbern des Heus und ihre weichen freundlichen Nasen erinnern, dann sollten wir vielleicht endlich den ersten Schritt wagen und uns auch wieder in der Realit├Ąt dem Traum vom Pferd ann├Ąhern.

Traum versus Realit├Ąt?

Unserem unerf├╝llten Verlangen einen Teil unser Freizeit mit den Pferden zu verbringen d├╝rfen wir ruhig nachgeben und es stellt sich nur noch die Frage wie wir dieses wunderbare Hobby in unseren Alltag integrieren k├Ânnen.
Das perfekte Pferd gibt es nicht ÔÇô jedes ist auf seine Art etwas Besonderes und ebenso muss jeder seinen ganz pers├Ânlichen Weg zu ihnen folgen. Wie hei├čt es so sch├Ân: Der Traum wird immer ├╝ber die Realit├Ąt siegen, wenn wir ihm nur die Chance dazu geben. Stellen wir uns der Herausforderung und unseren Tr├Ąumen. Vielleicht muss ja auch nicht jeder sein eigenes Pferd reiten oder den vorgegebenen Idealen bestimmter Reitweisen nacheifern, aber wir werden in der Beziehung zu diesen wunderbaren Gesch├Âpfen unseren ganz pers├Ânlichen Traum wiederfinden k├Ânnen. Das Leben ist eben doch ein Ponyhof, wenn wir unserer Sehnsucht nachgeben und uns nicht von der scheinbaren Kompliziertheit der Realit├Ąt aufhalten lassen.

LG,

Marlitt

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