Das Gl├╝ck der Pferde

Gibt es das ├╝berhaupt?

Das Pferdegl├╝ck hat viele Gesichter, es zeigt sich zun├Ąchst ganz banal in seiner K├Ârpersprache und Mimik. Gl├╝ckliche Pferde zeigen positive Merkmale der K├Ârpersprache wie etwa Anzeichen f├╝r Genuss oder auch Entspannung ├╝ber seinen gesamten K├Ârper. Dar├╝ber hinaus lernen gl├╝ckliche Pferde schnell und leicht, sie k├Ânnen sich gut konzentrieren und verfolgen ihre Umgebung aufmerksam. Gl├╝ckliche Pferde haben stabile und vielf├Ąltige soziale Kontakte, sie ruhen in sich und sind von anderen Pferden gesch├Ątzte Mitglieder ihrer Herde. weiterlesen »

Kinder des Zeitgeistes

Nicht alles auf die Weide tragen

Wir sind alle Kinder unserer Zeit. Erl├Ąrungsmodelle, Moden oder gef├╝hlte Wirklichkeiten spiegeln immer unsere Wahrnehmung der Au├čenwelt wieder. Wir haben die Anforderungen unserer Leistungsgesellschaft l├Ąngst verinnerlicht und tragen dann diese unbewusst auch zu den Pferden. Viele von uns halten die Dominanztheorie f├╝r plausibel, weil ja offentsichtlich┬á auch in unserer menschlichen Gesellschaft politische Alphatiere und prominente Wirtschaftskapit├Ąne die wichtigen Entscheidungen treffen. Der Pr├Ąsident oder der menschliche Leithengst wissen immer besser was f├╝r die Herde gut ist, es scheint eine naturgegebene Hierarchie zu existieren, welche f├╝r das friedliche Zusammenleben immer eine F├╝hrungspers├Ânlichkeit ben├Âtigt. Diese Weltanschauung stammt noch aus einer weiterlesen »

Anf├Ąngerpferd trifft auf Anf├Ąngermensch

Warum Clickertraining so oft nicht den gew├╝nschten Effekt hat

B├╝cher und Websites versprechen Gigantisches, wenn es um das Thema Clickertraining geht. Da wird -┬á wie auch auf meiner Homepage - dargestellt, was alles mit positiver Verst├Ąrkung beim Pferd erreicht werden kann. Die Palette reicht von Medical Training ├╝ber diverse Zirkuslektionen und Tricks bis hin zum Reiten mit dem Clicker in Vollendung. Und das Ganze nur mit ein paar Leckerlis und etwas gesundem Menschenverstand und einigen wenigen Vor├╝bungen. Wie gemacht, um einen schnellen Einstieg zu wagen. Die Ern├╝chterung folgt oft auf dem Fu├če. Viele, viele Lektionen werden begonnen aber dann doch wieder abgebrochen, weil der gew├Ąhlte Trainingsweg nicht zum gew├╝nschten Ziel f├╝hrte. In vielen F├Ąllen werden die Pferde ÔÇ×pl├ÂtzlichÔÇť hampelig und zappelig, sie sind gestresst vom Futter und durch unklare Trainingskriterien. weiterlesen »

Pferde brauchen Freigeister und Querdenker

Traditionen in Frage stellen

Zu Beginn des 20.┬á Jahrhunderts empfahl man jungen Studenten, sie sollten doch bitte nicht mehr die Physik als Studienfach w├Ąhlen, da man in diesem Bereich schon s├Ąmtliche Fragen gekl├Ąrt h├Ątte und die letzten Details innerhalb der n├Ąchsten zehn Jahre aufgedeckt w├╝rden. Doch dann betraten Querdenker wie Albert Einstein und sp├Ąter Nils Bohr die B├╝hne der Wissenschaft und revolutionierten unser Bild von dieser Welt, welche mit ihren bahnbrechenden und verwirrenden Erkenntnissen heute unseren gesamten Alltag durchdringen. Ohne ihren Mut sich von den Fesseln des etablierten Denkens zu l├Âsen h├Ątten wir heute keine Computer, TV, GPS , Mikrowellenherde in unseren K├╝chen und keine von diesen unentbehrlichen Handys um Selfies von uns und unseren Pferden machen zu k├Ânnen. Sie alle waren Querdenker, Freigeister, die aufgeschlossen die ├ťberzeugungen und Wahrheiten der anerkannten Experten vor ihnen kritisch in Frage stellten. weiterlesen »

Pferdeausbildung

Besonnen und schonend

Es ist ein schmaler Grat zwischen Anregung und ├ťberforderung, was f├╝r das eine Pferd eine tolle Abwechslung ist kann f├╝r ein anderes Jungpferd Stress pur bedeuten. Deshalb muss die Jungpferdeausbildung ganz individuell betrachtet werden und sich an dem Entwicklungsstand und der Pers├Ânlichkeit des einzelnen Pferdes orientieren. Zun├Ąchst braucht ein Jungpferd gen├╝gend Zeit sich an die fremde Umgebung zu gew├Âhnen und sollte dies in aller Ruhe tun d├╝rfen, ohne gleich von au├čen Anforderungen erf├╝llen zu m├╝ssen. weiterlesen »

Integration von Pferden

Sympathie oder Abneigung?

Kurzfristig erkennt man die Sympathie auf den ersten Blick an einer interessierten, aggressionslosen Ann├Ąherung. Die Pferde treten in Nasenkontakt und beschn├╝ffeln sich ausgiebig. Langfristig sollte als Minimum gesehen werden, dass die Pferde sich gegenseitig ignorieren, also praktisch nebeneinander her leben k├Ânnen┬á oder aber im besten Falle miteinander befreundet sind und dann auch K├Ârperkontakt aufsuchen, miteinander Fellpflege betreiben, Seite an Seite grasen und die freundschaftlichen Kommunikationsformen deutlich in der ├ťberzahl sind. weiterlesen »

Die “Chef-Frage” im Fokus

M├╝ssen wir der “Chef” in der Pferd-Mensch-Beziehung sein?

Verhaltensbiologisch betrachtet ist die Vorstellung von einem ÔÇ×Chef-Verh├ĄltnisÔÇť so nicht haltbar. Eine Frage w├Ąre schon allein von menschlicher Seite, was genau denn eine typische Chef-Beziehung ├╝berhaupt beinhalten w├╝rde. Selbst unter Menschen unterscheiden sich die Vorstellungen von einem guten, souver├Ąnen Chef doch erheblich. Fakt ist, wissenschaftlich gesehen, dass es auch unter Pferden ÔÇ×denÔÇť einen Pferdechef so nicht gibt. Pferdeherden sind sehr unterschiedlich strukturiert, die einzelnen Tiere kennen einander, ihre St├Ąrken und Schw├Ąchen und leben in unterschiedlich engen Beziehungen zueinander. weiterlesen »

Burnout bei Pferden?

Gefahr des Ersch├Âpfungszustandes

Da die Hummanpsychologische Bezeichnung nicht ├╝berall genau gleich verwendet wird, spreche ich beim Pferd lieber von einem allgemeinen meist stressbedingten Ersch├Âpfungszustand. Dieser ist bei Pferden weit verbreitet und kann f├╝r das betroffene Tier weitreichende Folgen haben. Meist ist es schwierig bzw. nur von Fachleuten zu ermitteln, wie die Abgrenzung zu anderen Krankheitsbildern wie etwa Depressionen erfolgen kann und daraus ein Konzept f├╝r das jeweilige Pferd entwickelt werden kann. Bei Pferden ├Ąu├čert sich der chronische Ersch├Âpfungszustand meist in einem mehr oder weniger diffusen Gesamtbild. weiterlesen »