Fellkraulen im Fokus

Interview aus der ReiterRevue

Was bedeutet es, wenn Pferde sich untereinander das Fell kraulen?
Fellkraulen gehört zum Sozialverhalten der Pferde. Sie kraulen sich gegenseitig, um Beziehungen zu knüpfen, Freundschaften zu vertiefen, sich gegenseitig Wohlbefinden zu schenken und den Stresslevel zu reduzieren. Allgemein gilt, je häufiger sich bestimmte Pferde gegenseitig kraulen, desto sympathischer sind sie einander und desto enger sind sie miteinander befreundet. Im Verlauf des Rossezyklus´ der Stute kommt es an den Tagen in der Nähe der Empfängnisbereitschaft zu besonders ausgeprägten Krauleinheiten zwischen Hengst und Stute. Hier steht die Paarbindung und das Paarungsvorspiel im Vordergrund. Zur Zeit des Fellwechsels dient das Fellkraulen auch zur gegenseitigen Fellpflege.

Kann jedes Pferd einfach ein anderes kraulen?
Am Fellkraulen kann man sehr gut die Beziehungen und Freundschaften der Pferde untereinander weiterlesen »

Irgendwann sind alle Fragen gefragt…

…und alle Augen verdreht

Es kommt einem manchmal unfreiwillig komisch vor, wenn immer dieselben „kritischen“ Fragen, ungläubigen Blicke und auftrumpfenden Bemerkungen uns als Anhänger der positiven Verstärkung  und des Belohnungslernens begleiten. Festgezurrt in ihrem Weltbild mit traditionsgestärktem RĂĽcken möchten andere Reiter unsere Unzulänglichkeiten offenlegen und genĂĽsslich unsere Fehler entlarven. Viele dieser Fragen werden dabei schlicht aus Unwissenheit gestellt und die meisten Menschen fĂĽhlen sich einfach sicherer damit das zu tun, was alle in ihrem Umfeld machen – auch wenn etwas anderes sie reizen und interessieren wĂĽrde. Nach nun fast 18 Jahren „unter kritischer Beobachtung“ bemerke ich heute wie sich die skeptischen Blicke und Bemerkungen gewandelt haben und ehrlichem Interesse und wertschätzender Anerkennung gewichen sind. Immer mehr Menschen erkennen, dass es neben dem traditionell ĂĽblichen Weg im Umgang mit Pferden noch ein anderer existiert, der nur darauf wartet erkundet zu werden. weiterlesen »

Etappenziele im Trainingsplan

Von einem Schritt zum Nächsten

Auf dem Weg von Etappenziel zu Etappenziel ist die genaue Vorstellung der eigenen Vorgehensweise von groĂźer Bedeutung. Was soll das Pferd beispielsweise genau lernen? Soll es auf ein bestimmtes Zeichen hin anhalten? Welches Zeichen soll das genau sein? Wie kann das Pferd ĂĽberhaupt nachvollziehen, was von uns gemeint ist? So wie alle intelligenten Lebewesen lernen auch Pferd und Mensch besonders leicht an ihren eigenen Erfolgen. Es motiviert ungemein, etwas verstanden zu haben, gelobt zu werden oder sich Belohnungen zu erarbeiten. Der Lernmechanismus der Positiven Verstärkung ist daher ein essentieller Bestandteil einer effektiven Pferdeausbildung. Ein Trainingsplan beinhaltet daher auch immer genau das, was auf einer bestimmten Trainingsebene verstanden und damit auch positiv verstärkt werden kann. Wann erhält also mein Anfängerpferd bei der Beschäftigung mit dem Halsring Lob und  Anerkennung? Und wofĂĽr kann ein weit fortgeschrittenes Pferd noch gelobt und belohnt werden? weiterlesen »

Der gesamte Trainingsverlauf

Den Weg aufzeichnen

Die meisten unserer Vorstellungen sind nicht von einem Moment auf den anderen umsetzbar. Bis man sich wirklich in allen Gangarten und sämtlichen Dressurlektionen sicher auf dem blanken PferderĂĽcken fĂĽhlt, vergehen Monate oder auch Jahre. Um eine hohe Wahrscheinlichkeit zu haben, das Wunschziel auch tatsächlich zu erreichen, bietet es sich an mit einem konkreten Trainingsplan zu arbeiten. Ein Trainingsplan hilft dabei sich ĂĽber den gesamten Trainingsverlauf im Klaren zu sein, informiert zu bleiben ĂĽber den eigenen Fortschritt oder RĂĽckschritt und beinhaltet die Möglichkeit seine Vorgehensweise immer wieder zu ĂĽberdenken und abzuändern. weiterlesen »

Vom inneren Bild zum Trainingsplan

Imagination und praktische Umsetzung

Der Begriff „inneres Bild“ stellt sehr verkĂĽrzt den Sachverhalt einer sehr persönlichen Traumvorstellung dar. Wie sich ein Puzzle aus vielen zusammengehörigen Teilen zusammensetzt, so besteht auch ein inneres Bild oder besser eine innere Zielvorstellung aus diversen verschiedenen Teilen, die unterschiedliche SinneseindrĂĽcke, Wahrnehmungen und Empfindungsebenen in sich vereinen. Eine innere Zielvorstellung läuft in unserem Gehirn ähnlich wie unser Blick auf die AuĂźenwelt ab, sie bestehen aus bewegten Bildern und wie wir diese sehen und interpretieren, neben diesem optischen Eindruck vermittelt die Kombination mit anderen SinneseindrĂĽcken wie Geräuschen oder GerĂĽchen und ebenso auch GefĂĽhlsregungen, Erinnerungen und Assoziationen unser Gesamtbild. weiterlesen »

Der Zauber des Anfangs

Den Beginn zelebrieren

Seit Hermann Hesse uns in seinem wunderbaren Gedicht “Stufen” mit dem Satz: “Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschĂĽtzt und der uns hilft zu leben.” verzaubert hat, wissen wir um die Besonderheit und Kostbarkeit eines jeden Anfangs. Jeder Beginn von etwas Neuem gibt uns die Chance mit unserer ganzen Freude und Energie das wahrhaft „Zauberhafte“ eben dieses speziellen Auftaktes zu entdecken. Denn letztlich erfährt nur wer sich wirklich intensiv seiner Leidenschaft hingibt und sich neugierig auf den Weg einlässt und erlebt, die vollkommene Bedeutung fĂĽr unsere Partnerschaft. Leider sind wir auch bei den Pferden oft immer noch in unserer hektischen Alltagswelt gefangen und darauf gepolt sofort zum Ziel zu kommen. Und so geschieht es sehr weiterlesen »

LangzĂĽgelarbeit und Clickertraining

Anfängerfehler vermeiden

Clickertraining kann als universelles Kommunikations- und Ausbildungshilfsmittel natĂĽrlich auch sehr gewinnbringend in der LangzĂĽgelarbeit eingesetzt werden. In Kombination mit Bodentargets, schon etablierten Stimmsignalen und Stimmlob lernen Pferde sehr schnell das Einmaleins der Hilfengebung, Lenkung, Tempo und schlieĂźlich auch der Körperhaltung. Um diese schönen Effekte im Training auch wirklich nutzen zu können, ist es gerade bei der LangzĂĽgelarbeit wichtig Anfängerfehler zu vermeiden und unbedingt auf die korrekte FutterĂĽbergabe zu achten. Sehr leicht geschieht es nämlich wie auch bei der freien Bodenarbeit, dass man sich als „Verwalter“ der begehrten Leckerlis zu wenig Gedanken ĂĽber den Ort der FĂĽtterung macht. So wählen viele intuitiv die am wenigsten anstrengende Stelle – und die ist meist zum einen relativ nah am eigenen Körper und damit am Futterbeutel und zum anderen meist leider so gewählt, dass sie nicht der Vorwärtsorientierung des Pferdes entspricht, sondern es geradezu dazu animiert sich umzudrehen. weiterlesen »

FrĂĽhjahrs Check-up

Neue Pläne schmieden

Immer wenn das FrĂĽhjahr sanft anklopft, melden sich auch unsere Träume und WĂĽnsche, was wir in den kommenden schönen Monaten bei bestem Wetter alles mit unseren Pferden erleben und unternehmen möchten. Sehr oft bleibt es dann letztlich bei einem kurzen Aufflackern der eigenen Energie und so werden nur den wenigsten Ideen letztlich auch Leben eingehaucht. Einer der GrĂĽnde warum so wenig von dem Erträumten auch umgesetzt wird ist aus meiner Sicht, dass uns unsere Ausgangslage, unsere Grundbedingungen auf die wir aufbauen können viel zu wenig bewusst sind. Wer jedes FrĂĽhjahr wieder vom wildromantischen Ausritt am Strand träumt, aber eigentlich in der Realität bisher kaum einen gefĂĽhrten Spaziergang entspannt gemeistert hat, wird sich diesem an sich schönen Ziel vermutlich gar nicht erst ernsthaft zuwenden, weil es einfach unerreichbar fĂĽr uns erscheint. Aber unsere Träume sollten schillern und funkeln um uns zu inspirieren und nicht schon frĂĽhzeitig wieder begraben werden. weiterlesen »